Tag 13 - Edinburgh

9. Juni 2016 (Donnerstag)

Wetter: leicht bewölkt, 14°C: Nach einer ruhigen Nacht auf diesem sehr gepflegten Campingplatz fahren wir zu unserer ersten Station, dem „Stirling Castle“, welches ebenfalls im Explorer-Pass enthalten ist. Hier sieht man ähnlich wie beim Edinburgh-Castle überwiegend leere Räume, hat keinen richtigen Rundgang wie bei den von uns besuchten privaten Castles und muss doch einige Phantasie aufbringen um sich alles vorzustellen. Über die zusätzlich zu zahlenden 4£ Parkgebühr wollen wir jetzt gar nicht reden… Unser persönliches Fazit: zu teuer! Weil es sowieso im Explorer-Pass drin war brauchten wir uns gottseidank über die gesalzenen Preise nicht ärgern.

Unser nächstes Ziel war das „Falkirk Wheel“, ein Schiffshebewerk in der Nähe von Falkirk an der M9. Bei mittlerweile wolkenlosem Himmel und 20°C holen wir uns einen Sonnenbrand, während wir darauf warten, dass dieses technische Wunderwerk mit einem Durchmesser von 35 Metern in Aktion tritt. Seit dem Jahr 2002 überwindet es 24 Höhenmeter und ersetzt die in früheren Zeiten vorhandenen elf Schleusen. Ein lohnenswerter Besuch, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Da wir einmal in der Gegend sind besuchen wir noch „The Kelpies“. Diese zwei ca. 30m hohen Pferdeköpfe sind sehr imposant anzusehen und architektonisch und künstlerisch herausragend. Die M9 zurück und über die Kincardine Bridge auf die A985 fahren wir nach Rosyth, um dort den Firth of Forth zu überqueren. Eine gigantische Baustelle auf der M90 lässt uns fast verzweifeln, hier wird gerade eine neue Brücke gebaut und es herrscht Baustellenchaos gepaart mit abendlichen Berufsverkehr – wir sind froh als wir endlich auf der anderen Seite angekommen sind. Von South Queensferry aus machen wir noch ein paar schöne Fotos von den zweieinhalb Brücken und fahren dann zu unserem im Vorfeld für zwei Nächte gebuchten Campingplatz „Mortonhall Caravan and Camping Park“ im Süden von Edinburgh. Ein sehr großzügiges Areal mit gepflegten sanitären Anlagen, der zentrale Campingplatz für Edinburgh-Besucher. Direkt gegenüber vom Eingang befindet sich die Bushaltestelle in die City, die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde. Tagestickets für 4£ pro Person gibt es an der Campingplatz-Rezeption.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben machen wir uns im Doppeldeckerbus auf den Weg in die Stadt. Entlang der Royal Mile gibt es einen sogenannten Multi-Geocache und durch ihn lernen wir schon mal sehr schöne Fleckchen in dieser Großstadt kennen. An einem Imbiss kaufen wir uns Fisch and Chips (unsere zweiten in Schottland) und gehen zum Abschluss des Tages noch in einen Pub. Die Stimmung ist entspannt, wir genießen unsere Getränke und kommen ins Gespräch mit zwei waschechten Schotten, die wir aufgrund des bereits vollzogenen Bierkonsums kaum verstehen können. Egal, fast alle Schotten haben wir als sehr freundlich und vor allem herzlich kennengelernt, Gastfreundschaft wird in diesem Land ganz groß geschrieben! Zu später Stunde nehmen wir einen der letzten Busse und fahren zurück zum Campingplatz. Unsere vorletzte Nacht in Schottland – Wehmut kommt auf…

 

Tags: Reise, Europa, Schottland