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Tag 3 - 30. Mai 2016 (Montag)

Wetter: bedeckt, Nebel über dem See, 14°C. Um neun Uhr verlassen wir den Platz und machen uns auf den Weg zum Hauptziel unserer Reise: Islay. Kurz hinter dem Loch Lomond reißt der Nebel auf und die Sonne strahlt vom blauen Himmel. In Inveraray machen wir Halt und besichtigen das dortige „Inveraray Castle“ mit seinen wirklich sehenswerten Gärten. Nachdem uns unterwegs schon die zahlreich pinkrosa blühenden wilden Rhododendren aufgefallen sind können wir uns hier an den in vielen Sorten und Farben gezüchteten Rhododendren gar nicht satt sehen. Im Tearoom genießen wir Latte Macchiato, Cola und einen herzhaften Snack – sehr lecker.

Am Loch Fyne entlang führt uns der Weg auf der A83 nach Kennacraig, wo wir um 14:30 Uhr ankommen und für die vorgebuchte Fähre nach Port Ellen auf Islay einchecken. Der Herr Neersianer muss zum ersten Mal seine Kopfbedeckung, den obligatorischen Lederhut, aus dem Wohnmobil holen um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Das Thermometer zeigt erfreuliche 22°C.

Nach einer rund zweistündigen Überfahrt, die wir beide für ein kleines Mittagsschläfchen nutzen, verlassen wir in Port Ellen die Fähre und fahren über mehrere Kilometer auf einer Singletrack-Road über die Insel in Richtung Campingplatz. Die Regelung, in relativ kurzen Abständen sogenannte „Passing-Places“ einzurichten und diese bei eventuell entgegenkommendem Verkehr zu nutzen entpuppt sich als äußerst praktisch. Was uns sofort auffällt: Die Schotten bedanken sich alle sehr freundlich per Handzeichen und/oder Lichthupe, wenn man für sie Platz gemacht hat.

Als wir uns dem Campingplatz nähern erblicken wir plötzlich hinter einer Anhöhe die wunderschöne Bucht von Loch Indaal – und sind überwältigt! Vollkommen ruhig präsentiert sich uns die See und wir erblicken einen idyllischen kleinen Sandstrand. Um viertel vor sieben erreichen wir unser Quartier für die nächsten drei Nächte „Port Mor Campsite“, eine gepflegte Anlage unmittelbar neben dem örtlichen Fußballplatz, die sanitären Einrichtungen befinden sich in den Umkleideräumen des Fußballvereins. Da wir im Vorfeld geplant hatten insgesamt drei Nächte auf Islay zu bleiben wurde auch dieser Campingplatz rechtzeitig vorgebucht. Die Belohnung für unsere Umsicht: ein Platz mit einem phantastischen Blick auf die Bucht!

Mit den Fahrrädern geht’s zum Abendessen in den Nachbarort Port Charlotte. Im dortigen Pub im „Port Charlotte Hotel“ erblicken wir nach einem leckeren und sehr reichhaltigen Essen ein Schild mit der Ankündigung, dass am Mittwochabend traditionelle Live-Musik gespielt wird und beschließen spontan uns das nicht entgehen zu lassen. Unter sternenklarem Himmel radeln wir zurück zum Platz und der Herr Neersianer lächelt seelig - endlich ist er auf seiner Trauminsel angekommen! Nach einem langen Tag fallen wir irgendwann todmüde aber glücklich in unserem Wohnmobil ins Bett.

 

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